Warum selber lesen, wenn man auch was vorgesungen kriegen kann? Die Diktatur der Herzen, bestehend aus meiner Wenigkeit und dem wunderbaren Jan von Im Ich, verleihen sinnloser Nostalgie Rhythmus und Karacho.
Donnerstag, 17. April 2014
Montag, 14. April 2014
Das Weser-Eck ist ein magischer Ort, an dem die Zeit fünf Minuten
bevor man aber wirklich gehen muss, einfach zu vergehen aufgehört zu
haben scheint. Es ist ein Ort der Offenheit, an dem alles gesagt und
alles gefragt werden darf, ansatzlos, ohne Rechtfertigung oder
irgendeine Argumentationskette. Das Weser-Eck ist ein Ort, an dem
gefühlte Wahrheit nicht abwertend gemeint ist.
„Welche Musik sollte auf deiner Beerdigung gespielt werden?“,
frage ich.
Montag, 7. April 2014
Ein Sonnentag
ein Standesamt
welch Griesgram mag
sich's Wonnen da samt
Hochgefühl verkneifen?
Rundum rauscht Freude
im Blätterwald der Republik
Verkneift man sich heute
Nur heute! Mal jede Kritik
Denn so oder so geht’s stets nur um die Wahl
Und darum, mit wem man so endet
Und um der Partnerschaft heiligen Gral
Wer wem wann wie viel spendet.
Mittwoch, 2. April 2014
„Der Werterelativismus frisst uns alle auf.“, sagt Heiko. Ich
bin widerwillig beeindruckt. Ich hätte Geld darauf verwettet, das
Fremdwörterbuch, das wir ihm aus Spaß zum Tauftag geschenkt haben,
unter der wackelnden Ecke seines hässlichen Wohnzimmertischchens
wiederzufinden. Aber der Tisch wackelt weiterhin und Heiko spricht
plötzlich über den Werterelativismus.
Denken und Sprache bedingen sich gegenseitig. Hunger, Müde,
Geil, sowas kann man fühlen. Über den Werterelativismus
hingegen kann man ohne das Wort „Werterelativismus“ so rein gar
nichts denken, weswegen sich ein Wörterbuch zu Heiko ähnlich
verhält, wie lebenslange Gratismunition zu einem blinden
Sportschützen. Nett gemeint, aber wenn der Sani dann schließlich um
die Kurve biegt, denken wieder mal alle, dass man das auch hätte
kommen sehen können. Bis auf den blinden Sportschützen natürlich.
Der nicht.
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